Circuswagen Restauration
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Kurz nach dem Kauf, das Dach war natürlich undicht, also
erstmal eine Plane drüber…
Standort hier: Bielefeld, Herbst 2002
Überführung von Bielefeld nach Wietze (bei Celle) -keine Fotos-
April 2003
Anschließend Suche einer geeigneten Halle zum Restaurieren.
Halle ist gefunden, Überführung nach Isernhagen KB (bei
Hannover)
Sieht irgendwie etwas mitgenommen aus, mein Wägelchen :-)
In einer idealen Halle angekommen…
…reiße ich auch gleich das Blech von den Außenwänden - 
dahinter schönes Schindelholz, leider unrettbar vergammelt.
Also auch noch die Verbretterung entfernt.
Außer dem Dach scheint nicht mehr all zu viel in guter Form…
Mai 2003
Nicht verzagen, Freunde fragen!!!
Uli, Lena und Ludger helfen mir, das Fahrgestell vom Aufbau zu
trennen.
Also frisch in die Hände gespuckt…
… und einmal kräftig von Hand gedrückt.
Zu schwer ;-)
Wir bringen Gurte an, Umlenkblöcke am Dach der Halle und
spannen Uli's Toyo davor.
Einmal kräftig gezogen, hier und da noch etwas mit dem
Brecheisen nachgeholfen und schon schwebt der Aufbau in
luftiger Höhe.
Mit meinem Unimog ziehe ich den Unterbau aus der Halle.
Die stolzen Helfer nach einer coolen Aktion.
Erst jetzt wird deutlich, dass ein kompletter Neuaufbau
unumgänglich war (siehe im Foto unten rechts).
Nach einigen Wochen kommt das Fahrgestell mit neuem
Kellerkasten und neuer Deichsel vom Schlosser. Alles wird
gründlich entrostet…
Juni 2003
… und dann grundiert, lackiert.
Viel Arbeit, und ohne die Hilfe von Joni und Chrissi nicht zu
schaffen.
Der Boden besteht aus 24,5 mm Rauspund, von unten isoliert
und zur Straße hin mit Siebdruckplatten verschlossen.
April 2004
Der fertige Unterbau, da kann man schon mal ne kleine Party
drauf feiern.
Einige Zeit war vergangen, da ging es mit Hilfe von 
Zimmermann Julius mit neuem Elan weiter…
… mittlerweile hatte ich mich dazu entschlossen, auch die Seiten
komplett zu erneuern :-))
Also frisch ans Werk und eins fix drei die Eckpfosten (aus Lärche)
aufgerichtet.
Es war Anfang April 2005 und ganz schön kalt, doch so kamen
wir wenigstens nicht in die Versuchung zu viele Pausen zu
machen.
Tja, das ging dann doch ganz schön flott vorann. Die Akku-
schrauber wurden einem Härtetest unterzogen, hielten sich aber
wacker.
Über dem Wagen schwebt nach wie vor das Dach. Fast scheint
es, als würde es (altehrwürdig und erfahren) dem jungen
Emporkömmling etwas zurückhaltend entgegenblicken…
Julius ist nicht zu bremsen…
…und lässt sich nur ungerne für ein Luftbild von seinem Arbeits-
platz verscheuchen.
So, das Ständerwerk steht - das Dach kann kommen!
Diesmal spannen wir den Unimog vor…
…langsam nachgelassen…
…und schon ist das Dach aufgesetzt.
Allerdings dauert es noch einige Stündchen, bis Dach und
Ständerwerk verbunden sind.
Zufrieden grinsen die beiden "Helden" aus den neuen "Fenstern"
Akkurate Aktion, danke Julius!!
Fast genau ein Jahr später kommt mein Freund Ludger 
an "Bord" (April 2006).
Wir haben Urlaub und wollen so viel wie möglich schaffen.
Als erstes entfernen wir die alte Dachhaut, bauen die Oberlichter
aus und prüfen die Substanz.
Glück gehabt, fast alles noch in Takt!
Nach zeitaufwendigen Vorbereitungen und Ausbesserungsarbeiten
legen wir eine dünne Ausgleichsschicht zu Schalldämmung
(Regen)…
…schneiden die LKW-Plane zu…
und bringen sie an. Wie gut, dass wir das schon ein paar mal
gemacht haben, nicht so ganz ohne. Aber immerhin kann man
bei der Arbeit liegen!
Unzählige Niroschrauben warten sehnsüchtig auf den Schrauber.
Sooooo viel Weiß, Ludger spiegelt sich begeistert.
Werbeaufnahmen für einen bekannten Akkuschrauberhersteller
und gemütliche Arbeitsplätze knapp 4m über dem Boden.
Die Isolierung der Wände aus 50mm Styrodur® habe ich schon
ein Jahr vorher fertiggestellt.
Jetzt also nur noch schnell die Dampfbremse angebracht…
…und schon kann es mit der Lärchenverschalung losgehen.
Es macht unglaublichen Spaß zu sehen, wie der Wagen langsam 
"zuwächst"!
Eine unglaublich intensive Zeit beginnt, denn man kann es fühlen:
Licht am Ende des Tunnels…
Ludger, Jonathan und ich lassen die "ERIKA", die Akkuschrauber
und sonst noch so einiges rauchen!
Maßarbeit an den Ecken, natürlich mit Schablone.
Die erste Seite wächst zu…
Der fertig verschalte Eingangsbereich.
Unser Schrauberpark.
Mit Schablone und Meterstab die Schraubenlöcher angezeichnet.
Fertig verschalt!!!
So, die Fenster sind nun auch lackiert und eingesetzt, nur die
Rahmen fehlen noch.
Hier noch ohne Ecke…
…zack, schon ist sie drann mit schönen neuen Eisen unten
als Abschluss.
Auf die Türen, eingetreten…
…besser geht’s mit Jonis neu hergestellter Treppe!!!
Doch wie so oft im Leben, jetzt kommen noch die ganzen
"Kleinigkeiten", wie z.B. der Kellerkasten (so groß, dass man
drin schlafen kann ;-)
Fast fertig ist das Wägelchen jetzt, also muss er mal nach
Draußen!!!
Schnell wieder in die Halle, denn der Innenausbau wartet…
Kabel werden gezogen, Isolierung eingebracht, Oberlichter einge-
baut.
Und immer wieder helfen nette Freunde mit!
DANKE ihr Lieben!!!
Die Decke ist fertig, gleich mit eingesetzten Halogelämpchen.
Die Elektroinstallation, Verteilungen und Abzweigdosen an gut
zugänglicher Stelle.
Aufwendig und nur mit starker Hilfe zu realisieren war die Verklei-
dung der runden Seiten - aber Biegesperrholz sei dank - hat auch
das gut geklappt.
Nun können wir endlich die fertig zugesägten Birkensperrholz-
platten einpassen - wie alles andere Holz auch mit AGLAJA 
Bio-Holzschutz eingelassen!!!
Auch innen wächst so nach und nach alles zu, da glänzen die 
Augen der vielen Besucher auf der Baustelle.
Und jeder hat eine andere Idee, was man so alles mit dem
Wagen machen könnte…
Und hier einige Wochen später, im Juni 2007, das Ergebnis
der 4,5 jährigen Arbeit.
Es ist schön fertig zu sein, aber auch traurig eine so intensive
Zeit zu beenden.
Möchtest du ihn anschauen? Ruf mich an, und wir treffen uns
auf einen Kaffee an einem besonderen Ort.
fertig!!!
Im Mai 2009 habe ich den Wagen schweren Herzens verkauft ...
und wünsche den neuen Besitzern viele schöne Stunden darin!!!
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